Die Qual der Wahl bei Matratzen

Ungefähr ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch schlafend. Ein Drittel – das sind, wenn man ein stattliches Alter erreicht, in Summe mehrere Jahrzehnte. Wenn man das beim Kauf einer Matratze bedenkt, sollte man schnell zu dem Ergebnis kommen, lieber etwas mehr zu auszugeben, als schlecht zu schlafen. Zumal die Qualität des Schlafes ja nur ein Argument für die Hochwertigkeit der Matratze ist. Ein anderes, ebenso bedeutsames Argument ist die Belastung der Wirbelsäule, wenn auf der Matratze gelegen wird.

Unterschiede in Material und Ausführung

Doch wie findet man auf Anhieb die richtige Matratze und woran sollte man sich orientieren. Neben den Unterschiedlichen Härtegraden, gibt es ebenso verschiedene Materialien. Besonders bekannt sind die klassischen Federkernmatratzen. Nun haben sich jedoch auch Latexmatratzen, Taschenkernmatratzen, Kaltschaummatratzen oder viscoelastische Matratzen im Sortiment manifestiert und erschweren dem Käufer die Wahl. Wie sonst auch sind die persönlichen Vorlieben bezüglich des Materials und des Härtegrades von großer Bedeutung. Doch gibt es durchaus auch objektive Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten.

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Wasserbetten und Federkernmatratzen haben insgesamt nur einen vergleichsweise geringen Marktanteil. Der Großteil der Käufer interessiert sich zumeist für Kaltschaummatratzen. Auch Latexmatratzen erfreuen sich großer Beliebtheit. Entscheidet man sich im Vorhinein für letzte, ist es wichtig auf ausreichen Bohrungen im Latex zu achten, da dieser nur sehr wenig bis gar nicht atmungsaktiv ist.

Die Härte der Matratze ist wichtig

Härtegrade werden leider von allen Herstellern unterschiedlich kategorisiert. Oftmals erfolgt eine Einteilung in 3 Kategorien – es können aber auch durchaus mehr sein. Eine konkrete, gesetzlich vorgeschriebene Richtlinie existiert diesbezüglich leider nicht. So sollte sich der Käufer zunächst nach informieren, wie die Einteilung der Kategorien erfolgte. Die Wahl des Härtegrades ist immer abhängig vom Körpergewicht des Nutzers. Obwohl sich viele Hersteller für 80 kg als Grenze für den Härtegrad 2 entschieden haben, gibt es doch einige, die diese Grenze auf 70 kg gesetzt haben. So ist es in jedem Fall wichtig, sich vorher beim Hersteller zu informieren. Wer sich eine neue Matratze anschafft, sollte genau vergleichen. Denn ist die Entscheidung gefällt bindet man sich meist an das Modell von 5-10 Jahre wie der Verbrauchertest (Link zum Matratzen-Test) zeigt.

Inzwischen werden viele Matratzen mit unterschiedlichen Zonen hergestellt. Man kann zwischen 3, 5 und 7 Zonen wählen. Es gilt jedoch zu beachten, dass nicht zwangsweise diejenige Matratze die beste ist, die die meisten Liegezonen hat. Vielmehr ist die Verarbeitungsqualität von entscheidender Bedeutung. So kann eine Matratze ohne Zone von höherer Qualität sein, als eine mit 7 Zonen. Zu leicht sollen Käufer so in die Irre geführt werden

Die richtige Matratze zu kaufen hängt von den individuellen Vorlieben ab. Ein gutes Raumgewicht und der passende Härtegrad sind von größter Bedeutung. Mit einer passenden Katschaummatratze und passenden Parametern kann man jedoch kaum etwas falsch machen. Matratzen im Test zeigten, dass es wichtig ist beim Kauf ebenso auf den Bezug der Matratze ankommt. Dieser sollte abnehmbar, waschbar und mit Laschen zum einfachen Wenden versehen sein.